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Fallbeispiel · Kreativstudio

Atelier Nocturne

Ein Studio für Innenarchitektur und Szenografie braucht einen Auftritt, bei dem die Räume wirken — nicht die Website.

Hinweis: Atelier Nocturne ist ein erfundener Betrieb. Das Beispiel zeigt das Vorgehen und die Gestaltungsentscheidungen — nicht einen realen Auftrag.

Ausgangslage

Kreativbetriebe stehen vor einem Zielkonflikt: Der eigene Auftritt soll Können zeigen, darf den Arbeiten aber nicht die Aufmerksamkeit stehlen. Wird die Seite zu laut, wirken die Projekte kleiner, als sie sind.

Vorgehen

  1. 1

    Zurücknahme statt Effekt

    Die Gestaltung tritt bewusst zurück: tiefes Anthrazit, warmes Licht, viel Raum zum Atmen. Die Bilder liefern die Farbe, die Seite gibt nur den Rahmen.

  2. 2

    Projekte zuerst

    Schon auf der Startseite führt der Weg in die Arbeiten. Wer Räume beauftragt, will Räume sehen — nicht zuerst über das Studio lesen.

  3. 3

    Ruhige Typografie

    Eine Serifenschrift mit großzügigem Zeilenabstand. Sie wirkt handwerklich und lässt den Bildern den Vortritt.

Warum so entschieden

Dunkler Hintergrund
Innenaufnahmen mit warmem Kunstlicht wirken auf dunklem Grund plastischer und weniger wie ein Möbelkatalog.
Kein automatisches Bildkarussell
Selbsttätig wechselnde Bilder nehmen Besuchern die Kontrolle. Eine ruhige Übersicht führt häufiger zur Anfrage.

Ergebnis

Ein Auftritt, der wie ein gut gestalteter Katalog funktioniert: Man blättert, bleibt hängen und fragt an — ohne dass die Website sich in den Vordergrund drängt.